Sonstiges
Wenn Ihr uns braucht
„Wir sind da, wenn ihr uns braucht!“
Leute ich wundere mich über euch.
Ich wundere mich, wenn ihr an einer Feuerwache vorbeigeht und sagt:
„Ich wünschte ich hätte deinen Job.“
Manchmal wünsche ich auch, dass ihr ihn hättet.
Ich wünschte, ihr hättet ihn gehabt,
als ich mich bei meinem ersten großen Brand fast zu Tode fürchtete.
Ich wünschte ihr hättet ihn, wenn ich hinten im Rettungswagen sitze
und einen kleinen Jungen versuche wiederzubeleben.
Ich wünschte ihr hättet ihn, wenn dann der Arzt den entsetzten Eltern
sagt,
dass ihr Sohn tot ist.
Was glaubt ihr, wie ich in solcher Nacht meine Kinder festhalten wollte.
Ich wünschte ihr hättet ihn, wenn ich nach zwölf Stunden Einsatz
noch
Schläuche rollen muss und das Fahrzeug wieder einsatzbereit mache.
Ich wünschte ihr hättet ihn, wenn ich um zwölf Uhr nachts friere,
mich
nicht mehr bewegen mag, es aber doch tun muss.
Ich wünschte ihr hättet ihn an Heilig Abend,
wenn ihr bei eurer Familie seid, ich aber im Dienst bin.
Und ich wünschte jedes Mal ihr hättet ihn,
wenn ich zu einem „dicken Hund“ ausrücken muss:
Ob ich meinen Job mag?
Ja, ich habe ihn gern!
Ja, ich liebe ihn, wenn ich einen kleinen Jungen vom Tode errettet habe.
Ja, ich arbeite gern unter Atemschutz und gebe mein Bestes.
Ja, ich freue mich aber auch über den Respekt, den mir Menschen
entgegenbringen, die meinen Job kennen und wissen, was ich leiste.
Ich habe es gern, wenn sie sagen: Danke Feuerwehrmann,
dass du da gewesen bist.
Während ich mich also über euch wundere,
wundert euch nicht über mich.
Ich bin nichts Besonderes, aber, wenn ihr mich braucht, bin ich da.
(Übersetzung aus dem amerikanischen Firehouse Magazin)
(Quelle: "Einsatz für Brandenburg" - Magazin des Landesfeuerwehrverbandes
e.V.)